© 2019 by Richard van Schoor

Datenschutzerklärung

Impressum

biografie

Richard van Schoor wurde in Kapstadt, Südafrika geboren und schloss sein Studium dort mit einem Bachelor of Music Degree und einem Master of Music Degree an der Universität von Kapstadt ab. Er gewann zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. das Ernest Oppenheimer Stipendium für ein Klavierstudium bei Orazio Frugoni in Florenz, sowie das Heinrich Neuhaus Stipendium Zürich, 2013 den Förderpreis der Deutschen Pfandbriefbank und 2018 von der Bogliasco Foundation ein „Fellowship“ für Komposition. Sein jüngstes Auftragswerk, ein „Verwandlungswerk“ über Meyerbeers L‘Africaine für die Opern Halle und Lübeck, wird aus dem Fond  "Doppelpass" der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

 

Für 2019 hat das Stadttheater Gießen ein neues Werk in Auftrag gegeben: Die Oper Alp Arslan (Libretto von Willem Bruls) ist ein historisches Werk, basierend auf den Kreuzfahrern und Aleppo in der Zeit um 1113. Im Jahr 2020 wird die Oper Die Europäerin in Lübeck folgen.

 

Richard van Schoors kompositorisches Werk ist außerordentlich vielseitig: Es enthält Auftragswerke für das Stuttgarter Kammerorchester 2011, ein Bühnenwerk für das Theater Gießen zum Festival Büchner International 2013, Reflux für Celli als Beitrag zum Fluxus-Symposion des Regisseurs Thomas Goerge an der Berliner Staatsoper im Schillertheater 2015, bei der Langen Nacht der Musik in München 2016 eine Komposition als Teil einer Installation des Künstlers Philipp Geist (basierend auf dem Auftragswerk Kronos & Kairos des Theater Gießen), im April 2017 für das Theater Trier ein Musiktheaterprojekt in Auseinandersetzung mit Wagners Ring.

 

Seine Kompositionen weisen oft nicht nur einen tief philosophisch-reflektiven Kern auf, sondern suchen auch bewusst die Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte: Dazu gehört etwa ein Auftragswerk von The St. Paul’s Trust in London, eine Messe über Texte von Dietrich Bonhoeffer. Eine Auftragskomposition der Ludwigsburger Schlossfestspiele, Koan für Orchester, Chor und Solisten, wurde im Juli 2010 uraufgeführt und vom Deutschlandfunk mitgeschnitten. Das Oratorio, ebenfalls für die Ludwigsburger Schlossfestspiele entstanden, parallelisiert die Passion Christi mit dem fortwährenden Leid von Flüchtlingen, Opfern politischer Verfolgung und Vertriebenen durch die Geschichte. Kenge - hitotsu no kotae, 2013 für die KunstFestSpiele Herrenhausen-Hannover entstanden, komplettiert als Meditation über Vergänglichkeit und Erlösung in Auseinandersetzung mit Mozarts Requiem-Fragment diese Reihe.

 

Als Pianist debütierte Richard van Schoor schon während seiner Studienzeit mit dem Klavierkonzert Nr.1 von Tschaikowsky, trat anschließend erfolgreich als Solist mit Orchestern in Südafrika und Europa auf und führte dabei Klavierkonzerte von Bach, Mozart, Beethoven, Chopin, Schumann, Mendelssohn, Grieg, Franck, Brahms, Prokofiev, Rachmaninoff, Schnittke, Martin und Gershwin auf. Als Solist, Liedbegleiter und Kammermusiker führten ihn Konzerte durch ganz Europa, nach Südafrika und in die USA. Unter anderem trat er beim Rheingau-Musik-Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Schlossfestspielen Herrenchiemsee, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und den Internationalen Musikfestspielen Luzern auf.

Richard van Schoor war auch als Dirigent, Organist und Chorleiter tätig. Von 2007 bis 2017 war er musikalischer Leiter der Opernbühne Bad Aibling. Er lebt in München.